19. Feb

Mit verbessertem Fahrwerk in die neue Bikesaison


Manchmal muss man Kompromisse eingehen, so zum Beispiel bei Federgabeln. Fährt man eine Luftfedergabel, ist diese zwar leicht, aber das Losbrechmoment ist hoch und in der zweiten Federweghälfte sackt die Gabel durch. Bei Federgabeln mit Stahlfeder ist die Federkennlinie linear, dafür will niemand das Gewicht.
AWK macht Schluss mit diesem Kompromiss und bietet das Ansprech- und Fahrverhalten einer Stahlfedergabel für Luftfedergabeln. Dies geschieht durch eine zweite, variable Luftkammer, die in den linke Holm der Gabel eingebaut wird.

Transalpes Fahrer Jürgen Klingler hat sein Transalpes AM Plus als erster mit der AWK nachgerüstet. Hier sein erster Eindruck: «Die AWK verfeinert das schon sehr gute Ansprechverhalten der Pike nochmals spürbar. Sie löst im Trail noch feiner aus. Trotzdem stört im Wiegetritt im Gelände kein unangenehmes Wippen. Die Trailfunktion brauchte ich gar nicht mehr. Die Funktion der AWK kann einfach mittels Anpassen des Luftdruckes an die persönlichen Fahrerbedürfnisse angepasst werden; Schrauben unnötig.»

AWK linearisiert die Federkennline und holt aus der Luftfedergabel noch mehr Performance heraus.


Die Vorteile von AWK:

  • Annähernd linearer Verlauf der Federkennlinie
  • Definierter Kraftverlauf
  • Die Gabel steht höher im Federweg
  • Verbessertes Ansprechverhalten
  • Beschleunigte Wiederkehr in den SAG, erhöhte Traktion
  • Durch die Linearisierung kann die Gabel mit reduziertem Druckstufen-Niveau gefahren werden.

Dies verringert, speziell bei schnellen Schlägen (Bremswellen, Wurzelabschnitte), die Haltekräfte spürbar.


Hier die typische Federkennlinie einer Luftfedergabel ohne AWK

Der Vergleich der beiden Kennlinien zeigt eine deutliche Abflachung der Kennlinie über den gesamten mittleren Federwegsbereich. Die Folgen sind bekannt: Absaufen oder Durchrauschen an steilen Stufen, undefiniertes Verhalten in Anliegern und allen Fahrsituationen, in denen ein klares Feedback der Federung gewünscht ist.

Federkennlinie mit AWK

Der Luftdruck in der AWK beeinflusst den Verlauf der Kennlinie maßgeblich. Um eine sinnvolle Linearisierung zu erreichen, liegt das Druckniveau im AWK-Raum ca. doppelt so hoch wie das Druckniveau der Hauptkammer. So eingestellt, ergibt sich für eine AWK unterstützte Luftfeder, die dargestellte Kennlinie.

Schema und Funktionsweise des AWK in der Federgabel

Einige Gabelhersteller setzen statische Luftspacer ein, um diesen Effekt zu kompensieren, dies bleibt jedoch ein Kompromiss. Der Trade-off zwischen Federwegsausnutzung und Kennlinienanhebung im mittleren Federwegsbereich bleibt bestehen. Ideal wäre ein großvolumiger Luftspacer der die Kennlinie im unteren bis mittleren Federwegsbereich unterstützt, sein Volumen jedoch, mit zunehmenden Druck (Federweg), verkleinert.

Genau hier setzt die AWK (AusWeichKammer) an, technisch lediglich eine zweite Positivkammer mit fliegenden Kolben und erhöhtem Drucklevel. Der Kolben trennt beide Positivkammern, ermöglicht jedoch, ab ca. der Hälfte des Federwegs, die Interaktion zwischen beiden Positivkammern in Abhängigkeit vom Federweg.